Daten & Geschichte

Geographische Lage

 
Hüttendorf liegt westlich von Mistelbach im Zayatal an der L 35, besteht aus 250 Häusern und wird von etwa 600 Menschen bewohnt. Das Ortsgebiet umfasst ein Areal (Acker-, Wald- und Wohnland) von etwa 14 km². In südöstlicher Richtung durchfließt die Zaya das Dorf und vereinigt sich unterhalb des Ortes mit dem Taschelbach. Rund um Hüttendorf erheben sich mäßige Hügel: Hillersberg (263m), Hochberg (315m) und Seidenapfelberg (262m).
 

 Heimatkundliche

 
Die Besiedlung geht bereits in das erste vorchristliche Jahrtausend zurück. So bewohnten bereits zwischen 1100 und 500 v. Christus die Illyrer das Dorf, was Funde auf dem Oberleiserberg bzw. im Ort selber beweisen. Verschiedene Kuppel- und Grabhügel lassen auf diese frühe Besiedlung schließen.

Nach mündlicher Überlieferung soll in Hüttendorf einmal ein See gewesen sein. Das Gemeindesiegel aus dem Jahre 1716 zeigt eines der ältesten Häuser, welches auf einer tumulusähnlichen Anhöhe am Nordwestende des Dorfes stand, als Fischerhütte.

Durchziehende Kelten- und Germanenstämme zur Zeit der Völkerwanderung bewirkten schließlich eine Vermischung der einzelnen Volksgruppen. Schon gegen Ende des 10. Jahrhunderts forderte Markgraf Leopold I. den "Gemeinde-Zehent", wodurch das frühe Bestehen des Ortes abermals bewiesen wird. 1048 erhielt das Hüttendorfer Gemeindegebiet Adalbert der Siegreiche von Kaiser Heinrich III.

Im sogenannten "Saalbuch", einer Klosterneuburger Urkunde, wird zu Beginn des 12. Jahrhunderts ein Adalberto de Hittendorf erwähnt, was die Vermutung stärkt, der Ortsname könnte auf den Personennamen "Hito" zurückgehen.

1108 - 1260
Bewohnten eine Reihe von Herren, die sich "von Hittendorf" bezeichneten, bereits mit Steinen befestigte Häuser.
1703 Wurde das Dorf durch einen Kuruzzeneinfall schwer verwüstet. Schwer getroffen wurde die Ortschaft 1713/14, als die Pest in der Umgebung von Mistelbach wütete und besonders Hüttendorf heimsuchte. Schon vorher, in der Zeit des 30jährigen Krieges, trat diese Seuche als "treue Begleiterin" dieser Auseinandersetzung auf, woran heute noch ein Pestkreuz in Richtung Asparn erinnert.
1730
Wurden die Bäume durch riesige Heuschreckenschwärme kahlgefressen. Im Oktober desselben Jahres wurde ein großer Schneefall verzeichnet.
1772 -1782 In der militärischen Beschreibung zur josephinischen Aufnahme steht: "Hittendorf. Solide Kirche mit Kerchhof Mauer und solide Mühl, ober dem Dorf, 3 solide Mühlen am Zaya Bach".

Der Ort wies im 2. Weltkrieg gröbste Schäden auf: Fliegerangriffe in den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 führten zu schweren Zerstörungen im Dorf, auch kam es zu "Plünderungen und groben Übergriffen im Ortsgebiet". Neben zahlreichen Gebäuden brannte auch das Gasthaus und die Schule völlig ab. Auch die Kirche wurde schwer beschädigt.
 
 Pfarrkirche und Pfarre Hüttendorf
 
Die Kirche des Ortes ist der "Heiligen Barbara" geweiht.

Vor dem 15. Jahrhundert war das Kirchengebäude breit und klein, zwei-jochig und mit einem fünf-achtel Schluss und niedrigem Gewölbe versehen.

Im 15. Jahrhundert wurde im Norden eine Kapelle angebaut und Ende des 17. Jahrhunderts das Langhaus mit einem Tonnengewölbe verlängert.

Besonders schön ist der 1701 erbaute und 1769 erhöhte barocke Kirchturm, der bis zum 1. Weltkrieg eines der schönsten Geläute des Weinlandes aufwies und 1955 ein gleichwertiges Geläute erhielt.

In einer Art "Prozessionsordnung" aus dem Jahre 1675 erfährt man, dass die Menschen am "Barbaratag" nach Hüttendorf zu pilgern pflegten.

Pfarrlich gehörte Hüttendorf bis 1783 zu Mistelbach, wurde aber ab diesem Zeitpunkt von Kaiser Joseph II. zur Lokalkaplanei erhoben. Seither ist der Ort eine vollständig unabhängige Seelsorgestelle mit sämtlichen pfarrlichen Rechten. Zunächst führten die Barnabiten die Pfarre, im Jahre 1924 übernahmen die Salvatorianer die Pfarrseelsorge.

1945 wurde die Kirche schwer beschädigt und der Turmhelm zur Gänze vernichtet. Heute besitzt die Kirche wieder einen der schönsten Barocktürme des Weinviertels.
 
 Aus dem Pfarrarchiv:

1672 (1762)
Stiftbrief über die Messenstiftung des Georg Stifter
1718
Aufzeichnungen über Grundschenkungen an die Barbarakirche
1784
Bestätigung der Echtheit der Kreuz- und Barbarareliquie
1790
Kaiserliche Schulverordnung
1849
Kirchensitzordnung (Stuhlverzeichnis: Männer-Seite und Weiber-Seite)

Die Hüttendorfer Mühlen

 
Gehörten alle drei in die Herrschaft Asparn a.d. Zaya, dienstbar in das Minoritenkloster.

Die Mittermühle ober Hüttendorf - oder wie sie vor 1661 meist genannt wurde, die "Prueckmül" - ist erstmals aus dem Jahre 1335 überliefert und vor 1600 wiederholt bezeugt.

Die Feldmühle ober Hüttendorf wurde erstmals durch eine Nachbarschaftsgabe im Liechtensteinischen Urbar von 1414 bekannt, sonst nur aus einer Besitzangabe von 1574.

Von der Dorfmühle, früher "Die Walckmühl zu Hüttendorf" genannt, ist das Enstehungsdatum durch die Erlaubnis von Kaiser Friedrich III. am 14. Juli 1459 genau bekannt.

Freiwillige Feuerwehr Hüttendorf

 
Die älteste Institution im Ort, die Freiwillige Feuerwehr, wird am 19. Juli 1896 gegründet:

 1896 Ankauf einer Feuerspritze
 1924 Anschaffung eines Mannschaftswagens
 1934 Eine Motorspritze wird angeschafft
 1948 Eine Tragkraftspritze wird gekauft
1953 Erstes motorisiertes Einsatzfahrzeug (Dodge)
 1954 Hochwassereinsatz der FF Hüttendorf in Spillern an der Donau
 1960 Erste Gruppen treten in Bronze und Silber an
bis 1965 War das FF Haus wo jetzt das neue Jagdhaus steht
1965  Übersiedlung der FF in die alte Milchkammer
1971 Franz Schöfböck übernimmt das KDO von Franz Pelzelmayer sen.
1972 Trotz Eingemeindung bleibt die FF Hüttendorf selbständig.

Ankauf eines Ford Transit Fahrzeuges
 1981 1. Abschnittsbewerb in Hüttendorf
1983  Wird die ehemalige Schule zu einem modernen FF-Haus mit Schulungsraum umgebaut.
1984 Weihe und Eröffnung des neuen FF-Hauses, verbunden mit einem außerordentlichen Abschnittsfeuerwehrtag.

Ankauf eines VW-Busses

 1988  2. Abschnittsbewerb in Hüttendorf
 1989  2. Platz beim Bezirksbewerb
 1996  100-Jahr-Feier und Durchführung der 3. Abschnittswettkämpfe.

Aus diesem Anlass wurde auch ein Sonderpostamt mit Sonderpoststempel und einer Briefmarken-Werbeschau des ABSV Mistelbach eingerichtet.

Ankauf eines Mercedes Benz KLF

 2001  Nach 30 Jahren tritt KDT Schöfböck zurück und Leopold Hruscha wird KDT
2005  Ankauf des TLF 1000 Iveco
 2006  110-Jahr-Feier

Nach 10 Jahren als KDSTV übernimmt Peter Schmatzberger das KDO und ist der 12. KDT in der 100-jährigen Geschichte der FF
2008  Am 20.01.2008 treten 10 Kameraden der FF Hüttendorf bei.

Zu Beginn des Jahres 1972 wurde Hüttendorf eine Katastralgemeinde Mistelbachs.

 
Ortsvorsteher: Ing. Franz Pleil
Gemeinderäte: Eva-Maria Pleil
Günther Adami
Reinhard Bachler
 

 
Übungscountdown
Notrufnummern
Feuerwehr: 122
Polizei: 133
Rettung: 144
Euronotruf: 112
Gasnotruf: 128
Vergiftung: 01/4064343
Bergrettung: 140
Ärztenotruf: 141
• 28.12.2020 / 18:00 Uhr
Blutspendeaktion

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